Die Legende vom Betreuungsgeld – die Bayern schlagen zurück

Fälschlicherweise wird immer wieder behauptet, das Betreuungsgeld – von bösartigen Kritikern Herdprämie genannt -  werde von der bayrischen Politik gefordert, weil diese ein völlig antiquiertes Frauen- und Familienbild habe. Dass diese Behauptung völlig falsch ist, zeigen schon die Familienverhältnisse  des Ministerpräsidenten. 

Hinter der Forderung nach dem Betreuungsgeld steckt ein perfider und “hinterfotziger” Plan. Für alle Nicht-Bayern:  “hinterfotzig” heißt in Bayern intelligent und gilt als Kompliment.  Besonders gern gesehen wird in Bayern “hinterfotziges” Verhalten, wenn Preußen die Leidtragenden sind. Und das ist hier der Fall!

Denn es geht ums Geld. Genau gesagt, um 3,5 Mrd Euro. Die müssen die Bayern wegen des depperten Länderfinanzausgleichs direkt in das marode Loch Berlin überweisen. Markus Söder als bayrischer Finanzminister und Leiter der Task Force „Rache“ hat eine Doppelstrategie entworfen: Eine Angriffspunkt ist Karlsruhe, das Bundesverfassungsgericht. Und der andere zielt geographisch direkt auf den Kern des Übels nach Berlin. Das trojanische Pferd ist dabei das Betreuungsgeld.

Sie wissen immer noch wie? Um das zu verstehen, muss man bei Pisa schon recht gut abschneiden. Wie die Bayern eben.

Zu den Fakten: Das Betreuungsgeld kostet 2,5 Milliarden im Jahr. Vielleicht 1 Milliarde fließt direkt nach Bayern, weil die so wenig Kitas haben. Eine volle Milliarde holt sich hier der Söder direkt zurück!

Aber die Hinterfotzigkeit hört hier gar nicht auf und richtet sich direkt gegen Berlin.  Die haben zwar Kitas, aber keiner geht mehr hin, weil das Geld sich ja besser gleich direkt für Alkohol und Zigaretten ausgeben lässt. Der größte Anteil des versoffenen Betreuungsgeldes fließt gleich wieder ans Finanzamt: Kostet eine Wodkaflasche 5 EUR ist der Fiskus über Mehrwert- und Branntweinsteuer mit 4,20 dabei!

Jetzt fragt sich der geneigte Leser: Was haben die Bayern davon? Richtig freuen kann sich Markus Söder und sein kongenialer Parteifreund Dobrind darüber, dass die Preußen weiter doof bleiben: Die PISA-Ergebnisse werden dank Betreuungsgeld in Berlin nicht besser.  Damit  wächst natürlich der  wirtschaftliche Vorsprung der Bayern; das heißt höhere Löhne und mehr Steuern. Am Ende sogar mehr Betreuungsgeld, weil mehr Frauen zuhause bleiben können.

Warum wird dieser Plan in Berlin nicht entlarvt? Unser regierender Bürgermeister bemerkt erst drei Wochen  vor Eröffnung, dass er keinen neuen Flughafen hat. Wie soll der Markus Söder auf die Spur kommen.

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