Lance Armstrong – vom Helden zum Geächteten

Erst war er der Held, der den Krebs besiegte, den Tourmalet, den Ulrich und die komplette T-Mobile-Mannschaft gleich mit. Jetzt ist der der „Geächtete“, wie eine Zeitschrift schreibt.

Der ehemalige Tour de France-König File:Armstrong.jpgist tief ins Dopingloch gefallen und nicht auf den Gouverneurs-Sessel in Texas.  Mitleid ist nicht angebracht:  Der Mann hat nicht nur alle sportlichen Fairnessregeln  verletzt, sondern auch mafia-ähnliche Strukturen in seinem Umfeld aufgebaut, um sein systematisches Dopen zu vertuschen. Erfolg um jeden Preis!

Nachdem der König nun gefallen ist, wird er von der Radsportszene gekreuzigt, wie die WELT schreibt. Seine ehemaligen Mannschaftskollegen haben ihn alle nacheinander belastet, um ihre eigene Haut zu reden. Den Vogel schießt nun Rudi Pevange ab, der Ex-Chef des T-Mobile-Teams: T-Mobile hätte gedopt, um  Chancengleichheit herzustellen. Man habe nur auf Armstrongs Doping-Raketen-Ergebnisse reagiert. Welch Heuchelei! Blöd nur, dass die Freiburger-Doping-Ärzte die „Doperei“ des T-Mobile-Teams schon für eine Zeit gestanden haben, in der Armstrong noch im Krankenhaus lag. Zwar auch unter Medikamenteneinfluss, aber nicht, um seine Konkurrenten in den Pyrenäen abzuhängen.

Schon erstaunlich, wie viele von Armstrong entweder gezwungen, verleitet oder zum Doping verführt worden. Es gibt einen Bösewicht und ansonsten nur Opfer: die Kameraden, die Konkurrenten, der UCI, die Ärzte, die Sponsoren, das Fernsehen, die Zuschauer und natürlich auch Rudolf Scharping. Den derzeitigen Präsidenten des „Radlerbundes“ hat es ganz böse erwischt: Erst ein Opfer der Presse und des Kanzlers und jetzt muss er sich auch noch Gedanken machen, ob jemand die vakanten gewordenen Tour de France-Trophäen des gefallenen Superhelden bekommen soll.

Dabei gibt es dafür eine optimale Lösung: Alle die weniger als Armstrong gedopt haben erhalten eine Zeitgutschrift, die anderen – wen es die gibt- einen Zeitmalus. Eine Beirat gebildet aus Vertretern der Pharmaindustrie liegt die Maßeinheit „ein Armstrong“ dafür fest und kürt gemeinsam mit dem internationalen Radsportverband den neuen Tour-Sieger.

Wenn das nicht geht, weil die UCI die Doping-Messergebnisse nach der großzügigen Armstrong-Spende verschlampt hat, bleibt nur eine Notlösung: Alle werden disqualifiziert und Rudolf Scharping Tour-Sieger. Der ist, wenn ich richtig informiert bin, große Teile der Tour auch schon einmal abgefahren.  Garantiert ungedopt und ahnungslos.

2 Gedanken zu „Lance Armstrong – vom Helden zum Geächteten

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